Meldungen aus dem Landesverband Hessen

Feierstunde und Führung auf dem Frankfurter Hauptfriedhof

Neue Informationstafel des Landesverbands wird am 19. September 2021 der Öffentlichkeit übergeben

Götz Hartmann, Landesverband Hessen

Seit Mai 2021 dokumentiert der Volksbund in Hessen auf einer neuen Informationstafel seine Forschungsergebnisse zu den Kriegsgräbern auf dem Frankfurter Hauptfriedhof. Die Übergabe der Tafel an die Öffentlichkeit, die im Frühjahr pandemiebedingt verschoben werden musste, wird jetzt in einer Feierstunde am 19. September 2021 nachgeholt. Im Anschluss daran lädt der Landesverband zu einer Führung ein, die sich in das allgemeine Führungsangebot der Stadt Frankfurt an diesem Tag einfügt. Die Feierstunde am zentralen Kriegstoten-Ehrenmal beginnt um 14 Uhr, die Führung mit dem Titel »Kriegsgräber erzählen Geschichte(n)« startet um 14:30 Uhr ebenfalls dort.

Annähernd 6.700 Kriegstote

Auf dem Frankfurter Hauptfriedhof ruhen die sterblichen Überreste von annähernd 6.700 Menschen aus Deutschland und anderen Ländern, die ihr Leben in den Weltkriegen und als Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verloren haben. Die Informationstafel des Landesverbands am Vorplatz des Ehrenmals von 1928 vermittelt die Geschichte der umliegenden Gräberfelder und stellt 32 exemplarische Schicksale von Kriegstoten des Hauptfriedhofs dar.

Feierstunde am bundesweiten »Tag des Friedhofs«

Der Frankfurter Hauptfriedhof stand 2018 und 2019 im Mittelpunkt des Forschungsprojekts, mit dem der Landesverband seit 1999 die Geschichte der Kriegsgräberstätten aufarbeitet. »Die im Mai geltenden Bestimmungen zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus haben eine öffentliche Präsentation unserer Forschungsergebnisse leider nicht zugelassen«, sagt der Landesvorsitzende Staatsminister a. D. Karl Starzacher. »Wir freuen uns, dass dies nun anlässlich des bundesweiten ‚Tags des Friedhofs‘ am 19. September nachgeholt werden kann.«

Überarbeitetes und erweitertes Informationsangebot

Die neue Tafel ersetzt eine frühere am selben Standort, die bereits grundlegende Informationen zu den Kriegsgräbern des Frankfurter Hauptfriedhofs vermittelte. Sie wurde 2005 als Abschluss der ersten Arbeitsphase im Forschungsprojekt aufgestellt. In der zweiten Arbeitsphase 2018/2019 kamen neue Erkenntnisse hinzu. Der Text der aktuellen Tafel wurde daher neu formuliert und gegenüber der alten Tafel erweitert.

Alternative Präsentation aus denkmalrechtlichen Gründen

Die rekonstruierten Einzelschicksale dokumentiert der Volksbund in Hessen üblicherweise auf Stelen an den Gräbern der Toten, so etwa auf dem Kasseler Hauptfriedhof oder auf der Kriegsgräberstätte in der Klosterruine Arnsburg bei Lich. »Dieses Konzept konnten wir aus denkmalrechtlichen Gründen in Frankfurt nicht umsetzen. Wir haben uns deshalb dafür entschieden, die neue Informationstafel zweiseitig zu gestalten und die Einzelschicksale auf der Rückseite darzustellen«, erklärt Volksbund-Landesgeschäftsführerin Viola Krause. Farbige Punkte auf einem Lageplan zeigen an, wo sich die Gräber der Toten befinden.

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