Weitere zwingend notwendige Maßnahmen
Von den bereits im Jahr 2023 eingeleiteten Veränderungen und Kürzungen der Jahreshaushalte seien alle Arbeitsbereiche betroffen – die Landesverbände ebenso wie die Bundesgeschäftsstelle und deren Untergliederungen. „Trotz dieser ambitionierten Kürzungen“, so der Präsident des Volksbundes, „wird der Volksbund in 2026 ein Defizit von 1 Mio. EUR ausweisen!“
„Dieses Defizit ist“, so der Präsident in seinem Bericht, "zwar im Moment noch nicht besorgniserregend“, aber “ein Alarmsignal an die Politik, den Volksbund auskömmlich zu finanzieren, weil sonst die Kriegsgräberfürsorge im Ausland nicht mehr gewährleistet werden kann.“ Da der Volksbund nicht nur mehr Förderung seitens der Bundesregierung verlangen kann, sind die zwischenzeitlich vom Bundesvertretertag entschiedenen Einsparungsmaßnahmen innerhalb des Vereins unabwendbar. Zugleich „sind wir aufgefordert“, so der Präsident „insbesondere unseren Mitgliedern und Fördern nachzuweisen, dass wir die uns anvertrauten Finanzmittel wirtschaftlich einsetzen.“
Als überwiegend spendenfinanzierte Organisation müsse der Volksbund zudem prüfen, ob sein Angebot noch kompatibel mit der Nachfrage sei, auch wenn die Notwendigkeit der Kriegsgräberfürsorge und der besondere Wert der daraus hervorgehenden Erinnerungs- und Bildungsarbeit unstrittig sei und bleibe: „Aber wir, also der Volksbund, müssen uns doch kritisch fragen: Machen wir das Richtige und wenn ja, machen wir es richtig?“
In diesem Zusammenhang sei es erforderlich, die Satzung des Volksbundes anzupassen. Die Zahl der zu betreuenden Mitglieder nehme kontinuierlich ab, die Finanzierung der eigeninitiativ angestoßenen Projekte werde immer schwieriger und sei bald kaum noch möglich.