Meldungen aus dem Landesverband Hessen

„Wir Lebenden sind den Toten verpflichtet“

Zentrale Gedenkstunde des Landes Hessen am Volkstrauertag in der Paulskirche

Gastgeber der gemeinsamen Gedenkveranstaltung der Hessischen Landesregierung, des Landesverbandes Hessen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. und der Bundeswehr ist in diesem Jahr die Stadt Frankfurt. Gemeinsam soll am 17. November 2013 ab 11:30 Uhr im Plenarsaal der Paulskirche an die Toten von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht werden. Ministerpräsident Volker Bouffier wird die Gedenkrede halten.

Wofür steht der Volkstrauertag im 21. Jahrhundert? Eingeführt unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges, instrumentalisiert im „Dritten Reich“ und fortgeführt nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges, ist es heute schwer, den Volkstrauertag innerhalb der deutschen Erinnerungskultur zu verorten. In Hessen wird durch inhaltliche Akzente versucht, das Gedenken als Anstoß zur Auseinandersetzung mit Krieg und als Einladung zur Anteilnahme zu gestalten.

„Wir Lebenden sind den Toten verpflichtet. Unsere Geschichte können wir nicht korrigieren. Aber wir können zukünftige Generationen – ausgehend von den Gräbern der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft – für Frieden sensibilisieren.“, so der Vorsitzende des Landesverbandes Hessen im Volksbund, Staatsminister a. D. Karl Starzacher, der am kommenden Sonntag das Totengedenken sprechen wird. Aus diesem Grund ist die aktive Einbindung junger Menschen in das öffentliche Gedenken ein wichtiger Bestandteil des Volkstrauertages.

In diesem Jahr werden sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 des Frankfurter Lessing-Gymnasiums mit dem Beitrag „1913 / 2013: Zwischen Friedenswunsch und Kriegsbereitschaft“ an der hessischen Gedenkstunde beteiligen. Das Holzbläserquintett der Schule wird die Veranstaltung musikalisch begleiten.

In den Ersten Weltkrieg zogen unzählige junge Menschen. Ihr Sterben war keine ausreichende Mahnung, denn im Zweiten Weltkrieg wurden abermals Minderjährige und junge Erwachsene zu Beteiligten und zu Opfern – beispielsweise in Frankfurt im Zuge der Luftangriffe. Das Institut für Stadtgeschichte zeigt derzeit eine Ausstellung über den Bombenangriff, der die Stadt Frankfurt vor 70 Jahren traf. Der Kurator, Dr. Michael Fleiter, wird darüber im Rahmen der Gedenkstunde sprechen.

 

Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen, der Eintritt ist frei.

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