„Wir schreiben Eure Namen“

Abschluss des Gestaltungsprojekts zur Kriegsgräberstätte in Klein-Zimmern

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir im September ein Zeichen für den Frieden setzen und die nachträgliche Namenskennzeichnung der in Klein-Zimmern bestatteten sowjetischen Kriegstoten beschließen. Als dieses Projekt im Jahr 2017 mit der Übergabe des ersten symbolischen Namensziegels begann, war die Hoffnung, dass die Erfolgsgeschichte eines vereinten Europas und das Wissen um 27 Millionen sowjetische Opfer des Zweiten Weltkrieges einen neuen Angriffskrieg verhindern könnte, noch vorhanden. Mit dem Einmarsch russischer Soldaten in die Ukraine eskalierte im Februar 2022 ein Konflikt, der 2014 mit der unrechtmäßigen Annexion der Krim begann und mit der indirekten Annexion der Separatistengebiete in der Ostukraine fortgesetzt wurde. Ein Ende dieses Krieges ist nicht absehbar.

Sofern wir die mit den Gräbern der Kriegstoten verbundene Botschaft heute noch hören, kann das Schicksal dieser Menschen keine neuen Kriegstoten verhindern. Niemand glaubt heute noch ernsthaft, dass Krieg abgeschafft werden kann. Was bleibt, ist unsere Hoffnung, dass auf dem Verhandlungsweg nach Lösungen gesucht wird, die diesem und anderen Kriegen ein Ende bereiten. Ebenso hoffen wir, dass Völkermord Einhalt geboten und diejenigen vor Gericht gestellt werden, die sich schwerer Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben.

Lassen Sie uns daher das tun, was uns möglich ist – in Klein-Zimmern und an anderen Erinnerungsorten.

Vielen Dank, dass Sie diese Arbeit mit Ihrer Teilnahme würdigen und sichtbar machen!

 

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