Lernort Kriegsgräberstätte: Butzbach Nieder-Weisel

Projekttage mit der Weidigschule

Zwischen dem 4. und dem 12. Mai 2026 finden auch in diesem Jahr wieder die gemeinsamen Projekttage des Landesverbandes mit der Weidigschule in Butzbach statt. An fünf Terminen besuchen Schülerinnen und Schüler die Kriegsgräberstätte Nieder-Weisel und setzen sich vor Ort mit den Schicksalen der dort bestatteten Kriegstoten auseinander.

Die Kriegsgräberstätte Butzbach Nieder-Weisel ist der letzte Ruheort für 519 Kriegstote - die meisten von ihnen waren deutsche Soldaten, die bei Kämpfen, in Lazaretten oder in Kriegsgefangenschaft verstorben sind. Aber auch sowjetische Kriegsgefangene, polnische und sowjetische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie deutsche Zivilisten, die bei Luftangriffen ums Leben kamen, sind hier bestattet. Sie alle verstarben zwischen 1944 und 1945, sie waren zwischen zwei und 74 Jahren alt.

Angelegt wurde die Kriegsgräberstätte von der US-Armee, die zunächst auch ihre eigenen Toten hier bestatteten. Diese wurden bereits bis Sommer 1945 auf Kriegsgräberstätte in Frankreich und den Niederlanden verlegt oder in die Heimat überführt. In den 1950er Jahren wurde die Kriegsgräberstätte durch den Volksbund umgestaltet. Neben den ausländischen Toten, die zuvor auf einem separaten Gräberfeld bestattet waren, wurden auch Kriegstote aus dem ehemaligen Landkreis Friedberg nach Nieder-Weisel überführt.

 

Wiebke Bathe Referentin für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit