Meldungen aus dem Landesverband Hessen

Online-Fachtag zur inklusiven Lernkultur

Bereits für den März 2020 geplant, konnte am 29.06.2021 endlich der Fachtag zur inklusiven Lernkultur stattfinden, zu dem die Volkshochschulen Landkreis Gießen, Frankfurt am Main und die vhs der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH (BiP) gemeinsam mit dem Landesverband Hessen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. geladen hatten.

Der Fachtag fand als Teil des Projektes "Inklusive vhs in Hessen" statt. Für viele Menschen ist der Zugang zu Bildungs- und Lernangeboten noch immer nicht selbstverständlich - dies gilt insbesondere für Menschen mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten. Der Fachtag sollte Möglichkeiten der inklusiven historisch-politischen Bildung in Museen und Gedenkstätten oder mit regionalhistorischem Bezug aufzeigen.

Alexander Wicker, Leiter des Projektes "Inklusive vhs in Hessen" an der BiP, führte durch den Fachtag und sprach zunächst zur langjährigen Kooperation der BiP mit dem Landesverband Hessen, für den der wissenschaftliche Mitarbeiter, Dr. Götz Hartmann und die Referentin für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Wiebke Bathe, an dem Online-Fachtag teilnahmen. Herr Wicker stellte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Wissens- und Community-Plattform InklusiveLernkultur.de vor, die in gemeinschaftlicher Arbeit mit dem Behinderten-Werk Main-Kinzig e. V. (BWMK) entwickelt wurde.

Als weitere Referentinnen erläuterten zunächst Brigitte Vogel-Janotta, Fachbereichsleiterin Bildung und Vermittlung in der Abteilung Ausstellungen im Deutschen Historischen Museum Berlin (DHM) sowie Kathrin Bauer, pädagogische und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Gedenkstätte Grafeneck, ihre jeweiligen Inklusionskonzepte vor.

Im Anschluss referierte Dr. Götz Hartman zur Lernstation Kriegsgräberstätte, die sich seit 2011 im Campus-Bereich des Bildungshauses Gelnhausen befindet und die im Rahmen des Verbundprojektes "Inklusive vhs in Hessen"zwischen 2018 und 2020 zu einer barrierearmen Lernstation weiterentwickelt wurde. Die Lernstation beinhaltete ursprünglich sieben exemplarische Schicksale von Kriegstoten, die auf den Kriegsgräberstätten in Schlüchtern und Hanau bestattet sind. Im Zuge der Weiterentwicklung kamen die Schicksale zweier Opfer der sogenannten NS-"Euthanasie", die in der damaligen Tötungsanstalt Hadamar ermordet wurden, hinzu. Um die Lernstation auch für Menschen mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten zugänglich zu machen, wurden QR-Codes angebracht, über die die Inhalte sowohl in leichter Sprache als auch als Audiodateien erfahrbar sind. Darüber hinaus werden Bildbeschreibungen zur Verfügung gestellt.

Abschließend gab Wiebke Bathe einen Ausblick auf das Folgeprojekt, im Zuge dessen inklusive Bildungsangebote auf Basis der Inhalte der Lernstation entwickelt werden sollen. Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Phase der Ideenfindung - vorgesehen ist die Ausarbeitung von drei Angeboten der historisch-politischen Bildung. Auch die Entwicklung selber verfolgt dabei einen inklusiven Ansatz: auch hier ist eine enge Kooperation mit dem BMWK vorgesehen.

Einen ausführlichen Bericht zum Online-Fachtag und zu den vorgestellten inklusiven Bildungsprojekten finden Sie auch auf der Wissens- und Community-Plattform der Bildungspartner Main-Kinzig.

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